Kosten

DAS LIEBE GELD

Eine der ersten Mandantenfragen betrifft meist die Kosten, die möglicherweise für die rechtliche Beratung oder Vertretung entstehen können.

Das ist verständlich, denn grundsätzlich bieten wir Rechtsanwälte eine eher "teure" Dienstleistung an. Das hängt auch mit den hohen Ausgaben für Aus- und Fortbildung, Literatur und Fachzeitschriften sowie Kanzleikosten, Versicherungen etc. zusammen.

Möglichkeiten:
Es ist Ihr Interesse, ein optimales Ergebnis bei möglichst geringen Kosten zu erhalten.
Meine Berufspflicht ist es, Sie über die zu erwartenden Kosten und Risiken aufzuklären und Möglichkeiten der Kostenreduzierung aufzuzeigen. 

Im Idealfall, nämlich dem "gewonnenen" Rechtsstreit, gilt im deutschen Recht das Prinzip der Kostenerstattung durch die unterliegende Partei. In diesem Fall haben Sie als Mandant/in letztlich keine Kosten zu tragen.

Allerdings gibt es natürlich auch Fälle, in denen dies nicht erreichbar ist oder sinnvollerweise gar nicht erst prozessiert wird. Hinzu kommt der große Bereich der außergerichtlichen Vertretung, in dem meist kein Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten durch den Gegner existiert (wichtige Ausnahmen: Berechtigte Abmahnungen im Urheberrecht / Gewerblichen Rechtsschutz sowie Situationen, in denen sich die Gegenseite im Verzug befindet).

In diesen Fällen gehört es immer zu einer sinnvollen Mandatsbearbeitung, Ihre wirtschaftlichen Interessen auch in Hinblick auf Verfahrens- und Anwaltskosten im Blick zu behalten.

Hierbei gibt es oft beträchtliche Spielräume:
So muss nicht jede Streitigkeit bei Gericht ausgetragen werden. Oft ist eine außerprozessuale Regelung ökonomischer.

Gerade im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes (Abmahnungen!) kann es u.U. enorme Kosten sparen, wenn ein berechtigterweise erhobener (z.B. Unterlassungs-) Anspruch anerkannt und ein Gerichtsverfahren mit hohem Gegenstandswert vermieden wird. Dies setzt aber immer eine gründliche Prüfung der geltend gemachten Forderung voraus, denn sehr viele Abmahnungen sind fehlerhaft!

Am ökonomischsten - auch für Ihre Nerven - ist es natürlich, wenn man sich gar nicht erst zu streiten braucht. Dies lässt sich vor allem im IT- und Medienbereich nur durch rechtzeitige, kompetente Rechtsberatung und Vertragsgestaltung erreichen.
In der Regel sollten Sie sich lieber nicht den Luxus leisten, an einer rechtzeitigen Rechtsberatung zu sparen. 

Das Vergütungssystem der Rechtsanwälte:
Nach dem RVG (Rechtsanwaltsvergütunsgesetz) wird die anwaltliche Leistung grds. auf Basis des sog. Gegenstandswerts vergütet. Die unterliegende Partei hat am Ende eines Prozesses die Verfahrenskosten zu tragen. Bei Vergleichen etc. bemisst sich die Kostentragung  nach der Quote des jeweiligen Obsiegens oder Unterliegens.

Von diesen Regeln kann in vielen Fällen abgewichen werden:

In gerichtlichen Verfahren dürfen die RVG-Sätze generell nur überschritten werden (vorherige schriftliche Vereinbarung zwingend erforderlich).

Bei außergerichtlichen Streitigkeiten ohne Kostenerstattung durch den Gegner können bei hohen Gegenstandswerten die RVG-Sätze auch unterschritten werden.

Eine erste, überschlägige Kalkulation der in einem Zivilprozess zu erwartenden Kosten können Sie auf dieser externen Seite vornehmen. Vorsicht: Dies ersetzt nicht die Kostenberatung im Einzelfall. In aller Regel sind weitere Kostenfaktoren zu berücksichtigen.

In den vielen nicht streitigen Fällen der Beratung, Vertragsgestaltung, Markeneintragung etc. pp. werden wir sinnvollerweise (Zeit-) Pauschalen vereinbaren, die dem entstehenden Aufwand und der wirtschtlichen Bedeutung der Sache Rechnung tragen.

Ein Gespräch über die zu erwartenden Kosten gehört an den Beginn eines jeden Mandats.
Share by: